In der Innenpolitik schaue ich heute auf den Absturz der CSU, das Zurückrudern von Markus Söder und den bayerischen Löwen Horst Seehofer, jetzt Angela Merkels Bettvorleger. Im Oktober kommt die Landtagswahl in Bayern und für CSU ist ein Desaster sicher. Danach folgen die aktuellen Wahlprognosen, wenn heute Bundestagswahl wäre.

Innenpolitik: CSU stürzt in den Umfragen, AfD profitiert

Noch vor wenigen Wochen wäre die Koalition fast geplatzt, nicht nur in den USA wird verbal aufgerüstet, auch in der bayerischen Provinz wollte man durch starke, national geprägte Parolen verloren gegangene Wählerstimmen von der AfD zurückholen. Der bayerische Minister Markus Söder aber auch Bundesinnenminister Horst Seehofer quälten die gesamte Republik über Tage und Wochen mit der Zurückweisung von Flüchtlingen, die bereits in anderen Ländern registriert waren, an der bayrischen Grenze.

Rückweisungen an bayerischen Grenzen – Bundesgesetze für Bayern

In Zahlen sind es durchschnittlich, rein statistisch, 5 Personen um die es täglich geht. Diese 5 Personen haben auf dem langen und beschwerlichen Weg nach Europa beispielsweise bereits ein Registrierung in Italien durchgeführt. Wer bereits in einem europäischen Land registriert bzw. einen Antrag auf Asyl gestellt hat (man erreicht Europa nach qualvollen Wochen), soll an der Grenze zurückgewiesen werden. So wie es z.b. auch Frankreich macht. Statt einer nüchternen Debatte, die intern in der Koalition besprochen wird und dann nach außen getragen, wollte die CSU den Streit eskalieren lassen. Öffentlich, ohne Schaden und mit direkter Kritik an der eigenen Regierungschefin Angela Merkel.

Schon gewusst? An der bayrischen Grenze werden nicht einmal 8.000 Flüchtlinge im Monat gezählt, an den gesamten deutschen Grenzen, schließlich gibt es auch viel Immigration aus Osteuropa sind es monatlich fast 40.000 Menschen – warum also nur die bayrische Grenze?

Die Rückweisung an den bayerischen Grenzen, reine Propaganda für den Bayerischen Landtagswahlkampf im Oktober und keine effektive, schon gar keine nachhaltige Lösung im Umgang mit Flüchtlingen. Lesen Sie hier mehr zur Bayern Wahl im Oktober.

38 Prozent hat die CSU nur noch in der letzten bayerischen Umfrage. Damit hätte die Partei, wenn heute Landtagswahl in Bayern wäre, die absolute Mehrheit verloren. Die CSU müsste sich damit zum ersten Mal überhaupt seit Entstehung der Bundesrepublik einen Koalitionspartner für die Regierung in Bayern suchen.

Pressestimmen zum Sturz der CSU im Juli 2018

Merkur: CSU im Sturzflug – 19.7.18

Süddeutsche: CSU bricht auf 38 Prozent ein – 9.7.2018

Welt sieht alarmierendes CSU-Ergebnis – 2.7.2018

Werfen wir jetzt ein Blick auf die aktuellen Umfragen für die Parteien, wenn heute Bundestagswahl wäre.

Wahlprognose: Wenn heute Bundestagswahl wäre

Hochrechnung und Prognose

Umfrageergebnisse: wahlrecht.de

Aktuell bekommt die CDU 30,2%, somit 13.387.927 aktive Stimmen und damit bleibt damit unverändert. 27% bekäme die Partei, wäre sie allein in Deutschland angetreten, die CSU schafft es auf nur 5%. Gleichzeitig erreicht die SPD 18,1%, ein Minus von 0,2%. Dagegen bekommt die Grünen 13,1%, sie steigen zum heutigen 29. Juli 2018 um 0,4% in der Wählergunst, von zuvor 12,7%, das heißt 189.900 Stimmen deutschlandweit, fast eine viertel Million. Dagegen bekommt die FDP 8,6%, 0,1 Prozentpunkte mehr. Die Linke sinkt und hätte fast die 10% geschafft, mit 9,9%. Diese Woche reicht es nur noch für 9,6%, immerhin in ganz Deutschland 4.272.743 Stimmen. Die Alternative für Deutschland erreicht 15,6%, dadurch sinkt sie um -0,2% bei den Wählern. Auf lange Sicht sinkt sie um 3,4%, betrachtet man die langfristigen Ergebnisse – ein neuer Trend für die Partei?

CDU SPD Grüne FDP Linke AfD Sonstige
30,20% 18,10% 13,10% 8,60% 9,60% 15,60% 4,7%

CDU/FDP, CDU/SPD, SPD/Grüne, SPD/FDP/Grüne, SPD/Linke, CDU/AfD, könnten Koalition bilden!

Diese Koalitionen der Parteien im Bundestag wären nach den aktuellen Umfragen möglich: CDU/FDP/Grüne, während die CDU/FDP, CDU/SPD, SPD/Grüne, SPD/FDP/Grüne, SPD/Linke, CDU/AfD, so wie es aussieht, keine Chance haben werden.

Koalitionen
CDU/FDP nicht möglich
CDU/SPD nicht möglich
SPD/Gruene nicht möglich
SPD/FDP/Grune nicht möglich
CDU/FDP/Gruene möglich
SPD/Linke nicht möglich
CDU/AfD nicht möglich

Die neuen Umfragen

(Stand: 29.07.2018 09:40 Uhr)

Partei / Institut Aktuell Wäher in % Veränderung / Woche Veränderung / Langzeit Wähler in Personen
CDU
Allensbach 28.07.2018 29,0% -1,0% -5,0% 12.849.878
Emnid 28.07.2018 32,0% 1,0% -3,0% 14.179.176
Forsa 13.07.2018 31,0% 0,0% -3,8% 13.736.077
Forschungsgruppe Wahlen 12.07.2018 30,0% 0,0% -4,8% 13.292.978
GMS 26.07.2018 30,0% 0,0% -3,8% 13.292.978
Infratext dimap 24.07.2018 29,0% 0,0% -3,9% 12.849.878
INSA 24.09.2017 32,9% 0,0% -2,2% 14.577.965
2017 30,2% 0,0% -4,2% 13.387.927
Σ 30,2% 0,0% 30,2% 13.387.927
SPD
Allensbach 17.07.2018 20,0% 1,0% 0,5% 8.861.985
Emnid 28.07.2018 18,0% 0,0% -1,8% 7.975.787
Forsa 28.07.2018 18,0% 0,0% -2,0% 7.975.787
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 18,0% 1,0% -0,8% 7.975.787
GMS 12.07.2018 17,0% -1,0% -2,0% 7.532.687
Infratext dimap 26.07.2018 18,0% 0,0% -1,8% 7.975.787
INSA 24.07.2018 18,0% -2,5% -3,8% 7.975.787
2017 24.09.2017 20,5% 2,2% 0,9% 9.083.535
Σ 18,1% -0,2% 18,1% 8.039.086
Grüne
Allensbach 17.07.2018 12,0% 0,0% 1,5% 5.317.191
Emnid 28.07.2018 14,0% 1,0% 3,0% 6.203.390
Forsa 28.07.2018 13,0% -1,0% 0,7% 5.760.290
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 14,0% 2,0% 3,5% 6.203.390
GMS 12.07.2018 12,0% -2,0% 1,0% 5.317.191
Infratext dimap 26.07.2018 15,0% 3,0% 4,6% 6.646.489
INSA 24.07.2018 12,0% 3,1% 3,2% 5.317.191
2017 24.09.2017 8,9% -3,8% -1,9% 3.943.583
Σ 13,1% 0,4% 13,1% 5.823.590
FDP
Allensbach 17.07.2018 9,5% 0,5% 0,8% 4.209.443
Emnid 28.07.2018 9,0% 1,0% 0,3% 3.987.893
Forsa 28.07.2018 9,0% 2,0% 0,7% 3.987.893
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 7,0% -2,0% -2,5% 3.101.695
GMS 12.07.2018 9,0% 1,0% 0,0% 3.987.893
Infratext dimap 26.07.2018 8,0% -1,0% -0,9% 3.544.794
INSA 24.07.2018 9,0% -1,7% -0,2% 3.987.893
2017 24.09.2017 10,7% 2,2% 1,7% 4.741.162
Σ 8,6% 0,1% 8,6% 3.829.644
Linke
Allensbach 17.07.2018 9,0% -1,0% -1,3% 3.987.893
Emnid 28.07.2018 10,0% 0,0% 0,3% 4.430.993
Forsa 28.07.2018 9,0% -2,0% -0,3% 3.987.893
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 11,0% 1,0% 1,3% 4.874.092
GMS 12.07.2018 10,0% 1,0% 0,3% 4.430.993
Infratext dimap 26.07.2018 8,0% -2,5% -2,6% 3.544.794
INSA 24.07.2018 10,5% 1,3% 1,5% 4.652.542
2017 24.09.2017 9,2% -0,7% -0,6% 4.076.513
Σ 9,6% -0,3% 9,6% 4.272.743
AfD
Allensbach 17.07.2018 15,0% 0,0% 2,5% 6.646.489
Emnid 28.07.2018 15,0% 0,0% 3,8% 6.646.489
Forsa 28.07.2018 14,0% -1,0% 2,3% 6.203.390
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 15,0% -2,0% 3,5% 6.646.489
GMS 12.07.2018 17,0% 1,0% 3,5% 7.532.687
Infratext dimap 26.07.2018 16,0% -1,5% 2,1% 7.089.588
INSA 24.07.2018 17,5% 4,9% 6,9% 7.754.237
2017 24.09.2017 12,6% -3,2% 0,4% 5.583.051
Σ 15,6% -0,2% 15,6% 6.762.802
Sonstige
Allensbach 17.07.2018 4,0% -1,0% -0,3% 1.772.397
Emnid 28.07.2018 5,0% 0,0% 0,5% 2.215.496
Forsa 28.07.2018 5,0% 1,0% 1,3% 2.215.496
Forschungsgruppe Wahlen 13.07.2018 4,0% -1,0% -1,3% 1.772.397
GMS 12.07.2018 5,0% 0,0% 1,0% 2.215.496
Infratext dimap 26.07.2018 5,0% 1,0% 1,4% 2.215.496
INSA 24.07.2018 4,0% -1,0% -1,3% 1.772.397
2017 24.09.2017 5,0% 0,3% 0,6% 2.215.496
Σ 4,7% 4,7% 4,7% 2.049.334

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