Wir stehen wenige Wochen vor dem Wahlkampf, die politischen Parteien haben heute ihre ersten Plakate aufgehängt. Links, rechts, viele neue und altbekannte Gesichter. Während der Wahlkampf erwacht, macht die internationale Politik keinerlei Sommerpause. In dieser Woche kochten die Emotionen zwischen den USA und Nordkorea hoch.

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Unberechenbar? Atomkonflikt eskaliert verbal: Kim Jong Un vs Donald J. Trump

Wer ist eigentlich der unberechenbare Führer? Kim Jong Un ist zugegeben nicht demokratisch legitimiert an die Macht gekommen. Wenn man dennoch ein paar positive Aspekte und Punkte seinerseits sucht, dann findet man sie. Während es früher noch große Hungerskrisen in Nordkorea gab, unter seinem Vater Kim Jong Il, sind die größten Missstände ausgeglichen. Er erlaubt zum Beispiel zunehmend kleine private Märkte. Doch am Atomprogramm, hält er fest.

Nordkorea ist ein kleines Land und lebt seit Jahrzehnten von außenpolitischen Drohungen, meist gegen die USA. Dase Atomprogramm legitimiert sie dazu Macht nach Innen auszuüben und gibt innenpolitisch nötiges Futter. Drohungen auszusprechen, das geht natürlich gar nicht. Was aber auch nicht geht, ist wenn die Weltmacht, namentlich die Vereinigten Staaten von Amerika, auf diese Provokationen im selben Stil reagieren. Die Vernunft des Älteren sucht macht in diesem Konflikt, in dieser Woche vergebens. Da die USA nicht mehr von einem Präsident Barack Obama geführt wir, sondern von einen impulsiven Donald J. Trump, kochen politische Streitpunkte schnell hoch. In dieser Woche mit Nordkorea.

Fast im zwölf Stunden Tag, spielten sich die Ereignisse hoch. Am Ende, drohte man mit „Feuer und Gewalt, wie sie Nordkorea noch nie gesehen hätte“. Die Waffen seien „geladen und entsichert“ entgegnet Trump nur Stunden später von seinem Golfplatz aus. Schickt sich solch ein Verhalten für die größte Wirtschaftsmacht dieser Welt? Die Antwort ist ein eindeutiges nein.

Die Gefahr für die Welt ist klar, es handelt sich nicht um einen bilateralen Konflikt, sondern um einen Konflikt, der das Potenzial hat eine ganze Region, sogar die ganze Welt mit sich zu reißen. Deshalb reagierten auch China und Russland in dieser Woche und riefen beide Partner zu Besonnenheit auf. Das gleiche macht Angela Merkel und auch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel.

Niedersachsens Regierung wurde spontan gesprengt? Nein.

So spontan, wie es letzte Woche noch für die Medien und die Bevölkerung rüber kam, war der plötzliche Absprung der Grünen Abgeordneten Elke Twesten zur CDU nicht. Durch den Wechsel der Parteien, wurden die Machtverhältnisse gekippt und die Neuwahl musste ausgerufen werden. Elke Twesten ist jetzt Mitglied der CDU-Fraktion. All das kurz vor der Bundestagswahl. Wie wir schon in der letzten Woche berichtet haben, kann durch den Testens Wechsel die Regierung in Gefahr und sie beeinflusste natürlich auch das aktuelle Geschehen der Bundestagswahl.

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5000 Euro Umweltprämie gibt es jetzt für den Kauf eines Neuwagens. Ehrlich? Tatsächlich ist die Umweltprämie das Ergebnis des Gipfels um die großen, deutschen Autobauer und die große, deutsche Politik. Bundeskanzlerin, Konzernbosse, Ministerpräsidenten. Wer nichts zu sagen hat, ist der geprellt Kunde. Aber, man darf sich ja ein neues Auto kaufen. Gute Idee? Wir werfen einen kritischen Blick auf die 5000 Euro Umweltprämie für Neuwagen.

Wahlplakate und Wahlkampf

Nun geht es also los, der Bundestagswahlkampf 2017. Herausforderin Angela Merkel tritt gegen verschiedene Kandidaten an, die größten Erfolgschancen hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Die anderen Parteien stellen zwar auch Spitzenkandidaten auf, sind aber tendenziell alle unter 10%. Angela Merkel behauptet sich mit der Fraktion aus CDU und CSU seit Wochen bei fast 50%. Die SPD müsste also über 18% aufholen, damit sie eine realistische Chance hat, bei ihren aktuellen 23 Uhr bis 24%. Werfen wir also einen letzten Blick, bevor es losgeht mit dem Bundestagswahlen 2017.

Aktuelle Umfragen zur Bundestagswahl 2017 – Stand 13.08.

Die CDU schafft diese Woche wie schon in den Vormonaten auf fast 40% mit exakt 38,9%. Nur ein leichtes Minus bedingt durch die Sommerpause von -0,2% in der Gunst der Wähler, von vorher 39,1% . Die Bundestagsfraktion der CDU / CSU ist die Gemeinschaft der politischen Abgeordneten von CDU und CSU im Bundestag mit dem Ziel der Zusammenarbeit. Auf eine Fraktion hoffen auch SPD und Gründe, realistisch ist es kaum. Die SPD erreicht 23,9%, zwar 0,3% mehr, dennoch weit abgeschlagen, von vorher 23,6%. In den letzten Wochen sinkt sie um 0,07% bei den Stimmberechtigten, betrachtet man die Langzeit Perspektive 2017 kurz vor der Bundestagswahl. Gleichzeitig schaffen es die Grünen auf nur 7,8%, ein weiteres kleines Minus von -0,1% bei den Stimmberechtigten. Die FDP um Christian Lindner erreicht 8,3%, ebenfalls ein leichtes Minus von -0,1% bei den Stimmberechtigten. Das sind übrigens 63.300 Wähler weniger. Dagegen schafft die Linke 8,9%. Gegen den Trend eine Zunahme von 0,3% in den aktuellen Umfragen der Institute. Die Alternative für Deutschland erreicht 7,9%. Ein Minus von 0,3%, von vorher 8,20%. Das sind ganze 138.469 Wähler, die sich in dieser Woche gegen die AfD entschieden haben. Gleichzeitig bekommen die sonstigen Parteien nur 4,7% , betrachtet man die aktuellen Ergebnisse.

CDU SPD Grüne FDP Linke AfD Sonstige
38,90% 23,90% 7,80% 8,30% 8,90% 7,90% 4,7%

Statistische Verteilung + Koalitionsoptionen nach aktuellen Prognose

Keine Chance auf eine Koalition haben zur Zeit CDU/FDP, SPD/Grüne, SPD/FDP/Grüne, SPD/Linke, CDU/AfD, während eine Koalition aus CDU/SPD, CDU/FDP/Grüne, so wie es aussieht, Chancen auf den Sieg hat.

Koalitionen
CDU/FDP nicht möglich
CDU/SPD möglich
SPD/Gruene nicht möglich
SPD/FDP/Grune nicht möglich
CDU/FDP/Gruene möglich
SPD/Linke nicht möglich
CDU/AfD nicht möglich

Die aktuellen Umfragen

<pstyle=“font-size:0.8em;color:grey;“>(Stand: 15.05.2017)

Partei / Institut Aktuell Wäher in % Veränderung / Woche Veränderung / Langzeit Wähler in Personen
CDU
Allensbach 05.08.2017 38,0% 0,0% 0,0% 16.837.772
Emnid 09.08.2017 40,0% 0,0% 0,5% 17.723.970
Forsa 11.08.2017 40,0% 0,0% 0,2% 17.723.970
Forschungsgruppe Wahlen 06.07.2017 39,0% 0,0% 0,2% 17.280.871
GMS 09.08.2017 39,0% -1,0% -0,1% 17.280.871
Infratext dimap 07.08.2017 37,0% 0,0% -2,1% 16.394.672
INSA 22.09.2013 41,5% 0,0% 1,8% 18.388.619
2013 38,9% -0,2% -0,2% 17.249.221
Σ 38,9% -0,2% 38,9%
SPD
Allensbach 18.07.2017 25,0% 1,0% 0,5% 11.077.481
Emnid 05.08.2017 23,0% 1,0% 0,8% 10.191.283
Forsa 09.08.2017 23,0% -1,0% -1,0% 10.191.283
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 24,0% 1,0% 1,0% 10.634.382
GMS 06.07.2017 23,0% 0,0% -0,2% 10.191.283
Infratext dimap 09.08.2017 24,0% -0,5% -1,3% 10.634.382
INSA 07.08.2017 25,0% -0,7% -0,4% 11.077.481
2013 22.09.2013 25,7% 2,1% 1,9% 11.387.651
Σ 23,9% 0,3% 23,9% 10.571.082
Grüne
Allensbach 18.07.2017 7,0% -1,0% -1,0% 3.101.695
Emnid 05.08.2017 8,0% 0,0% 0,0% 3.544.794
Forsa 09.08.2017 8,0% 0,0% 0,0% 3.544.794
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 8,0% -1,0% -1,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 9,0% 1,0% 1,0% 3.987.893
Infratext dimap 09.08.2017 8,0% 1,0% 0,5% 3.544.794
INSA 07.08.2017 6,5% -1,9% -1,7% 2.880.145
2013 22.09.2013 8,4% 0,5% 0,4% 3.722.034
Σ 7,8% -0,1% 7,8% 3.449.844
FDP
Allensbach 18.07.2017 9,0% 1,0% 1,0% 3.987.893
Emnid 05.08.2017 8,0% 0,0% 0,2% 3.544.794
Forsa 09.08.2017 7,0% -1,0% -1,0% 3.101.695
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 8,0% -1,0% -1,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 9,0% 1,0% 0,5% 3.987.893
Infratext dimap 09.08.2017 8,0% -1,0% 1,2% 3.544.794
INSA 07.08.2017 9,0% 4,2% 2,6% 3.987.893
2013 22.09.2013 4,8% -3,6% -3,5% 2.126.876
Σ 8,3% -0,1% 8,3% 3.671.394
Linke
Allensbach 18.07.2017 9,0% 0,0% -0,2% 3.987.893
Emnid 05.08.2017 10,0% 2,0% 1,3% 4.430.993
Forsa 09.08.2017 8,0% 0,0% -0,3% 3.544.794
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 8,0% 0,0% 0,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 8,0% 0,0% -0,7% 3.544.794
Infratext dimap 09.08.2017 9,0% -1,0% -0,5% 3.987.893
INSA 07.08.2017 10,5% 1,9% 1,7% 4.652.542
2013 22.09.2013 8,6% 0,0% -0,1% 3.810.654
Σ 8,9% 0,3% 8,9% 3.956.243
AfD
Allensbach 18.07.2017 7,0% -2,0% -0,8% 3.101.695
Emnid 05.08.2017 8,0% 0,0% 0,3% 3.544.794
Forsa 09.08.2017 8,0% 0,0% 0,3% 3.544.794
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 8,0% 1,0% 1,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 7,0% -2,0% -1,8% 3.101.695
Infratext dimap 09.08.2017 8,0% -1,5% 1,1% 3.544.794
INSA 07.08.2017 9,0% 4,3% 3,0% 3.987.893
2013 22.09.2013 4,7% -3,5% -2,8% 2.082.566
Σ 7,9% -0,3% 7,9% 3.306.628
Sonstige
Allensbach 18.07.2017 3,5% -0,5% -1,7% 1.550.847
Emnid 05.08.2017 5,0% -1,0% 0,0% 2.215.496
Forsa 09.08.2017 6,0% 2,0% 1,5% 2.658.596
Forschungsgruppe Wahlen 11.08.2017 4,0% -1,0% 0,0% 1.772.397
GMS 06.07.2017 5,0% 1,0% -0,1% 2.215.496
Infratext dimap 09.08.2017 4,0% 1,0% 0,2% 1.772.397
INSA 07.08.2017 3,0% -3,2% -3,2% 1.329.298
2013 22.09.2013 6,2% 1,6% 1,5% 2.747.215
Σ 4,7% 4,7% 4,7% 2.032.718
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