09. Juli 2017 – Wahl Prognose zum Sonntag + G20: Weltpolitik trifft Krawallmacher

Sonntagsumfrage – Gestern ist der G20 Gipfel in Hamburg zu Ende gegangen. 20 Staatschefs waren hier um über brisante und wichtige Themen zu sprechen. Dazu zählten unter anderem Donald Trump, Präsident der USA, Vladimir Putin, Präsident von Russland aber auch Persönlichkeiten wie der französische Staatschef Marcon und viele weitere wichtige Namen waren hier. Veranstaltet wurde das G20 Treffen zum ersten Mal von Deutschland unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

G20 in Hamburg: Internationale Politik trifft auf internationale Krawallmacher

Viele stellen sich jetzt nach dem großen Gipfeltreffen die Frage, ob es wirklich eine schlaue Idee war, den Gipfel mitten in der hanseatischen Metropole zu veranstalten. Inmitten von Wohngebieten, Geschäften und parkenden Autos von Anwohnern. „Rechtsfreie Räume über Stunden“, das war Tag 2 des großes Gipfeltreffens. Vorab versprach Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), dass alles sicher bleiben würde. Wie wir allerdings in verschiedenen Medienberichten gesehen haben, gab es extreme Ausschreitungen und bestimmte Stadtteile waren sogar für mehrere Stunden nicht mehr unter Kontrolle! Schon die erste Großdemo wurde gestoppt. Ihr Ziel war es das abendliche Konzert in der Elbphilharmonie zu stören, mit einem Marsch um die Sperrzone. Am Anfang des Zugs standen jedoch tausend vermummte Personen des schwarzen Blocks. Schon vor Beginn verübten sie hunderte kleinere Straftaten. Nach nur 200 Metern wurde die Demonstration gestoppt. Wenige Minuten später eskalierte die Situation.

Der schwarze Block, eine linke, antifaschistische Gruppierung, nutzte den Protest von zehntausenden friedlichen Demonstranten für ihre wenig politischen Zwecke. Obwohl sie mit einer Anzahl von nur 1000 bis 2000 Leuten deutlich in der Unterzahl waren. Wenig Beachtung fanden politische Themen, hoch im Kurs waren die Krawalle.

Was bleibt vom G20 Gipfel mit Angela Merkel, Donald Trump und Vladimir Putin?

Für Gastgeberin Angela Merkel war das Gipfeltreffen natürlich sehr heikel. Schon im Vorfeld war klar, dass verschiedene Charaktere aufeinander treffen würden. Nicht nur Wladimir Putin und Donald Trump, auch der türkische Staatspräsident Recep Erdogan war vor Ort und machte seine Positionen klar. So viele Egos auf einen Treffen, dass muss man erst einmal moderieren. Nach dem ersten Tag, gab es noch sehr wenige Ergebnisse. Zwei der wichtigsten Personen, Herr Trump und Herr Putin waren sogar komplett abwesend und führten ein Vieraugengespräch. Am Tag zwei gab es dann jedoch die ersten Erfolge, so z.b. in der Förderung von Frauen und Mädchen weltweit. Den Staatschefs ging es darum, dass Mädchen und Frauen verschossen haben, sich bilden können, Berufe ergreifen, egal wo auf der Welt. Um zu untermauern, dass es Ihnen mit der Idee der Förderung von Frauen und Mädchen wichtig ist, wurde bei der Weltbank direkt ein multimillionenschwerer Fond vor eingerichtet. Die 20 Teilnehmer haben sich verpflichtet viel Budget bereitzustellen.

Erste Ergebnisse von G20: Frauen förder, Handel fairer gestalten

Auch im Handel wurden zumindest gemeinsame Gedanken gefunden. So heißt es, dass der Handel fair gestaltet werden muss, von der Globalisierung will aber keine abrücken. Ebenso vom freien Handel in der Welt. Obwohl es natürlich Kritik gibt, Auch im Handel wurden zumindest gemeinsame Gedanken gefunden. So heißt es, dass der Handel fair gestaltet werden muss, von der Globalisierung will aber keine abrücken. Ebenso vom freien Handel in der Welt. Obwohl es natürlich Kritik gibt, sowie von Attac. Sie sagen, dass kleinere Betriebe oder einzelne Personen sowie kleinere Bauern in den Schwellenländern durch die Gesetzgebung nicht konkurrenzfähig sind. Man sieht es ja auch an aktuellen BB, wenn in Afrika extrem günstiges Milchpulver aus Europa verkauft wird oder Fleisch. Obwohl man es vor Ort genauso produzieren könnte, werden unsere Überschuss tonnenweise nach Afrika verkauft. Die lokalen bauen können damit nicht konkurrieren.

Abschlussrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel: G20 Beschlüsse

Warum treffen sich die G20 jährlich?

Man sieht also, dass die Themen auf dem G20 Gipfeltreffen durchaus vielfältig, wichtig und auch sehr umfangreich waren. Während dem dreitägigen Treffen kann man die Welt natürlich nicht verändern, doch ist das Treffen damit die Kommunikation zwischen den Ländern aufrecht erhalten bleibt. Die Kommunikation ist das entscheidende, schließlich vertreten die G20 mit ihren 20 Mitgliedern, über zwei Drittel der Menschheit Bevölkerung. Ebenso umfasst das Treffen weitaus mehr als die Hälfte des Handelsvolumens und ist mit China und Indien, aber auch Saudi-Arabien zu einer multipluralen Treffen geworden. Währenddessen hat die Politik in Deutschland natürlich nicht geschlafen, auch die Wahl Institute haben diese Woche wieder neu Ergebnisse gesammelt und die Bundesbürger befragt, wen sie wählen würden wenn heute Bundestagswahl wäre.

Am Ende des Artikels haben wir noch eine spannende Übersicht zu der wirtschaftlichen Verteilung der G20.

Sonntagsumfrage: Prognose für Deutschland zur Bundestagswahl 2017

Trotz großer Weltpolitik, kaum Bewegung im Deutschlandtrend

Zurück von der Moderation zum Bundestag. Geht es nach den Umfragen der Institute in dieser Woche, dann bekommt die CDU 39,1%. Damit bleibt sie stabil in den Umfragen und verändert sich nicht zur Vorwoche in der Wählergunst. Die SPD erreicht 24,1%, das heißt 10.673.153 Wähler. Ein weiterer kleiner Schritt Richtung 20% um -0,1%, von zuvor 24,2% (2. Juli 2017). Gleichzeitig bekommt die Partei der Grünen 7,9%. Ein Anstieg um immerhin 0,3% in der Wählergunst, was sicher auch mit den Ergebnissen des G20 Gipfels zusammenhängst. Die USA verabschieden sich aus dem Pariser Klimaabkommen, das erhöht die Relevanz des Grünen Wahlprogramms. In der Vorwoche lagen sie noch bei 7,6%. Auch auf längere Sicht bleiben die Grünen stabil und legen im Vergleich zur letzten Wahl um 0,3% zu.

Die FDP bleibt wie die CDU / CSU unverändert bei aktuell 8,3%, auch die Linkspartei mit 4,5%. Die Alternative für Deutschland erreicht 7,2%, das sind 3.168.160 aktive Stimmen für das aktuelle Wahlprogramm der Partei um die es in den letzten Tagen ungewöhnlich ruhig ist. Das sieht man auch im Langzeittrend der AfD, sie sinkt um -0,1% bei den Wählern. Gleichzeitig erreichen die sonstigen Parteien nur 4,5%, beim Blick auf die aktuellen Ergebnisse der Institute.

Statistik zu den Umfragen

CDU SPD Grüne FDP Linke AfD Sonstige
39,1% 24,1% 7,9% 8,3% 4,5% 7,2% 4,5%

Die Koalition aus CDU/SPD, CDU/FDP/Grüne, ist möglich

Damit ermöglichen sich zum heutigen Sonntag, den 09. Juli 2017, folgende Planetenkonstellationen: CDU/SPD, CDU/FDP/Grüne, während die CDU/FDP, SPD/Grüne, SPD/FDP/Grüne, SPD/Linke, CDU/AfD, nach aktuellem Stand, keine Perspektive auf eine Koalition haben.

Koalitionen
CDU/FDP nicht möglich
CDU/SPD möglich
SPD/Gruene nicht möglich
SPD/FDP/Grune nicht möglich
CDU/FDP/Gruene möglich
SPD/Linke nicht möglich
CDU/AfD nicht möglich

Die aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl

Werfen wir noch einen ausführlichen Blick auf die aktuellen Umfragen der einzelnen Institute. Sie befragen jede Woche tausende Menschen und errechnen so Prognosen für die gesamte Bundesrepublik. Auch bei uns finden Sie alle 299 Wahlkreise.

Partei / Institut Aktuell Wäher in % Veränderung / Woche Veränderung / Langzeit Wähler in Personen
CDU
Allensbach 08.07.2017 38,0% -1,0% -0,3% 16.837.772
Emnid 05.07.2017 39,0% 0,0% 0,5% 17.280.871
Forsa 07.07.2017 40,0% 1,0% 1,0% 17.723.970
Forschungsgruppe Wahlen 06.07.2017 39,0% 0,0% 0,0% 17.280.871
GMS 06.07.2017 39,0% 0,0% 0,7% 17.280.871
Infratext dimap 03.07.2017 36,5% 0,0% -0,4% 16.173.123
INSA 22.09.2013 41,5% 0,0% 0,0% 18.388.619
2013 39,1% 0,0% 0,4% 17.336.258
Σ 0,0% 0,0%
SPD
Allensbach 20.06.2017 24,0% 0,0% -1,8% 10.634.382
Emnid 08.07.2017 25,0% 2,0% 1,0% 11.077.481
Forsa 05.07.2017 23,0% -2,0% -2,0% 10.191.283
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 24,0% 1,0% 1,0% 10.634.382
GMS 06.07.2017 23,0% -1,0% -1,5% 10.191.283
Infratext dimap 06.07.2017 23,0% -2,0% -1,4% 10.191.283
INSA 03.07.2017 25,0% -0,7% -0,7% 11.077.481
2013 22.09.2013 25,7% 1,5% 1,0% 11.387.651
Σ 24,1% 24,1% 24,1% 10.673.153
Grüne
Allensbach 20.06.2017 7,0% -1,0% -0,5% 3.101.695
Emnid 08.07.2017 8,0% 0,0% 0,2% 3.544.794
Forsa 05.07.2017 8,0% 0,0% 0,7% 3.544.794
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 8,0% 0,0% 0,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 9,0% 2,0% 1,8% 3.987.893
Infratext dimap 06.07.2017 8,0% 1,5% 1,5% 3.544.794
INSA 03.07.2017 6,5% -1,9% -1,9% 2.880.145
2013 22.09.2013 8,4% 0,8% 0,8% 3.722.034
Σ 7,9% 7,9% 7,9% 3.483.868
FDP
Allensbach 20.06.2017 10,5% 3,5% 3,5% 4.652.542
Emnid 08.07.2017 8,0% 0,0% -0,5% 3.544.794
Forsa 05.07.2017 8,0% 0,0% 0,0% 3.544.794
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 8,0% -2,0% -2,0% 3.544.794
GMS 06.07.2017 9,0% 0,0% -0,5% 3.987.893
Infratext dimap 06.07.2017 9,0% 0,0% -0,3% 3.987.893
INSA 03.07.2017 9,0% 4,2% 4,2% 3.987.893
2013 22.09.2013 4,8% -3,5% -3,5% 2.126.876
Σ 8,3% 8,3% 8,3% 3.672.185
Linke
Allensbach 20.06.2017 3,5% -1,5% -1,3% 1.550.847
Emnid 08.07.2017 5,0% 0,0% -0,7% 2.215.496
Forsa 05.07.2017 6,0% 2,0% 2,0% 2.658.596
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 4,0% 0,0% 0,0% 1.772.397
GMS 06.07.2017 5,0% 0,0% 0,8% 2.215.496
Infratext dimap 06.07.2017 3,0% 0,0% -0,5% 1.329.298
INSA 03.07.2017 3,5% -2,7% -2,7% 1.550.847
2013 22.09.2013 6,2% 1,7% 1,6% 2.747.215
Σ 4,5% 4,5% 4,5% 2.005.024
AfD
Allensbach 20.06.2017 6,5% -1,5% -1,5% 2.880.145
Emnid 08.07.2017 7,0% 0,0% 0,0% 3.101.695
Forsa 05.07.2017 7,0% 0,0% -0,7% 3.101.695
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 7,0% -1,0% -1,0% 3.101.695
GMS 06.07.2017 7,0% -1,0% -1,8% 3.101.695
Infratext dimap 06.07.2017 9,0% 0,0% 0,3% 3.987.893
INSA 03.07.2017 9,0% 4,3% 4,3% 3.987.893
2013 22.09.2013 4,7% -2,6% -2,9% 2.082.566
Σ 7,2% 7,2% 7,2% 3.168.160
Sonstige
Allensbach 20.06.2017 3,5% -1,5% -1,3% 1.550.847
Emnid 08.07.2017 5,0% 0,0% -0,7% 2.215.496
Forsa 05.07.2017 6,0% 2,0% 2,0% 2.658.596
Forschungsgruppe Wahlen 07.07.2017 4,0% 0,0% 0,0% 1.772.397
GMS 06.07.2017 5,0% 0,0% 0,8% 2.215.496
Infratext dimap 06.07.2017 3,0% 0,0% -0,5% 1.329.298
INSA 03.07.2017 3,5% -2,7% -2,7% 1.550.847
2013 22.09.2013 6,2% 1,7% 1,6% 2.747.215
Σ 4,5% 4,5% 4,5% 2.005.024

G20 Mitglieder und Wirtschaftskraft, Quelle Wikipedia

Die G20 sind die führenden 20 Länder dieser Erde. Sie repräsentieren über 2/3 der Weltbevölkerung und tagen seid der letzten Wirtschaftskrise als Stabilisator. Hier sieht man einmal die Verteilung der Kräfte im Bund. Hauptziel der G20 ist es einen direkten Austausch zwischen den Staatschefs zu haben, regelmäßig und unter abgeschotteten Bedingungen.

Land bzw.
Staatenverbund
Bevölkerung BIP (Nominal) BIP (Kaufkraftparität)
Mio. Prozent Mio. US$ Prozent Mio. US$ Prozent
Europäische Union 510 6,9 16.518.723 22,3 20.745.301 16,4
Vereinigte Staaten 321,4 4,4 18.569.100 25 19.417.144 15,3
Volksrepublik China 1.371,20 18,7 11.218.281 15,1 23.194.411 18,3
Japan 127 1,7 4.938.644 6,6 5.420.228 4,3
Deutschland* 81,7 1,1 3.466.639 4,7 4.134.668 3,3
Frankreich* 66,5 0,9 2.463.222 3,3 2.833.064 2,2
Brasilien 207,8 2,8 1.798.622 2,4 3.216.031 2,5
Vereinigtes Königreich* 65,1 0,9 2.629.188 3,5 2.905.392 2,3
Italien* 60,7 0,8 1.850.735 2,5 2.303.108 1,8
Russland 144,1 2 1.280.731 1,7 3.938.001 3,1
Kanada 35,8 0,5 1.529.224 2,1 1.752.910 1,4
Indien 1.311,10 17,8 2.256.397 3 9.489.302 7,5
Australien 23,8 0,3 1.258.978 1,7 1.251.416 1
Mexiko 127 1,7 1.046.002 1,4 2.406.199 1,9
Südkorea 50,6 0,7 1.411.246 1,9 2.029.706 1,6
Indonesien 257,6 3,5 932.448 1,3 3.257.123 2,6
Türkei 78,7 1,1 857.429 1,2 2.082.079 1,6
Saudi-Arabien 31,5 0,4 639.617 0,9 1.796.205 1,4
Argentinien 43,4 0,6 545.124 0,7 912.816 0,7
Südafrika 55 0,7 294.132 0,4 761.926 0,6
Summe 4.696,00 63,9 65.094.698 87,7 101.670.798 80,3
Welt 7.350,00 100 74.188.701 100 126.687.917 100

Quelle: Wikipedia / G20